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(Ver)schlafen ist menschlich... Warum müssen wir schlafen?


Ungefähr ein Drittel unserer Lebenszeit schlafen wir. Manch einer mag sagen: Wir verschlafen diese Zeit. Da wundert es nicht, dass Menschen auf die Idee kommen, diese scheinbar unproduktive, offensichtlich verlorene Zeit anzapfen zu wollen. Doch ist das möglich? Ist es sinnvoll? Wäre das gesund? Oder anders herum: Warum schlafen wir überhaupt?

Gründe für unseren Schlaf

Früher wurde oft gesagt, der Schlaf sei ein todesähnlicher Zustand. Eine Phase, in der der Körper seinen Energieverbrauch auf Sparflamme schaltet. Heute wissen wir, dass Körper und Gehirn im Schlaf sehr viel aktiver sind, als wir lange dachten. Das zeigt sich unter anderem dadurch, dass unser Kalorienverbrauch im Schlaf nur unwesentlich sinkt.
Während wir gut schlafen, verarbeitet unser Gehirn die Erlebnisse und Eindrücke des zurückliegenden Tages. Die aufgenommenen Informationen werden sortiert, Wichtiges in passenden Kategorien abgespeichert, Unwichtiges entsorgt. Darum spüren wir schon instinktiv, dass ein gesunder Schlaf für unser langfristiges seelisches Gleichgewicht von großer Bedeutung ist. Viele sagen auch, wir könnten quasi im Schlaf lernen. Tatsächlich wissen wir heute, dass wir uns jene Eindrücke besonders einprägen, die wir kurz vor dem Schlaf aufgenommen haben. Ein gesunder Schlaf kann uns also bei richtiger Lerntechnik jedenfalls helfen, Wissen erfolgreicher abzuspeichern.

Stärkung des Immunsystems

Auch unser Immunsystem ist sehr aktiv, wenn wir gut schlafen. Nachts ausgeschüttete immunwirksame Substanzen stärken unsere Abwehr. Umgekehrt führt chronischer Schlafmangel zu vermehrter Anfälligkeit für Krankheiten. Der Wunschzustand "gesunder Schlaf" bekommt also noch einmal eine ganz neue Bedeutung. Du erinnerst Dich bestimmt, dass Deine Eltern früher davon gesprochen haben, Du solltest Dich "gesund schlafen", wenn du krank warst.

Psychische Erholung

Wenn wir gut schlafen, erholt sich unsere Psyche besser als bei zu wenig Schlaf. Schlafmangel über längere Zeit führt denn auch häufig zu Depressionen, seelischen Erschöpfungszuständen und allgemeinem Unwohlsein. Ist der Schlaf also leichtfertig vergeudete, verlorene Lebenszeit? Mitnichten. Gesunder Schlafist für uns eine unabdingbare Notwendigkeit, langfristig gesund und leistungsfähig zu bleiben. Und das eben nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Nicht umsonst ist Schlafentzug über längere Zeit eine der wirkungsvollsten und grausamsten Foltermethoden.

Philosophische Betrachtungen

Schon die alten Ägypter sahen in Träumen Botschaften der Götter. Schlaf erschien ihnen als direkte Kontaktaufnahme mit den Göttern. Der Philosoph Platon verkündete im antiken Griechenland, Schlaf sei wohl wichtig für unsere Regeneration, doch sechs Stunden pro Tag seien genug. Nun gibt es ja große individuelle Unterschiede im Schlafbedürfnis erwachsener Menschen, im Schnitt geht die Forschung jedoch von sieben bis acht Stunden pro Tag aus. Platons und seiner Zeitgenossen Tage haben allerdings auch durchaus anders ausgesehen als unser heutiger gewohnter Alltag. Ein Grieche hat damals einen Teil seines Tages im Tempel verbracht, hat sich in wenigstens einer religiösen Handlung seelisch entspannt, sei es am Hausaltar, im Tempel, im Gebet. Platon erkannte, dass derlei Aktivität sich günstig auf das seelische Gleichgewicht auswirkt und uns gut schlafen lässt.

Misstrauen bei Descartes

Der französische Philosoph Descartes, bekannt für seinen oft zitierten Spruch "cogito ergo sum", "ich denke, also bin ich", betrachtete das Sein mit Blick auf den Schlaf und das Träumen misstrauisch. So fragte er bei bestimmten Erlebnissen: "Wie kann ich wissen, dass ich jetzt nicht träume?" Die Tatsache, dass wir träumen, so seine Überlegung, legt nahe, dass wir unseren Sinnen, die die Wirklichkeit von einer Illusion unterscheiden, nie voll und ganz trauen sollten. Jeder Zustand, jedes Erlebnis, das auf der Wahrnehmung durch unsere Sinne beruht, sollte darauf geprüft werden, ob es denn nun tatsächlich Wirklichkeit ist.

Die ganz eigene Welt im Schlaf

Der griechische Philosoph Heraklit sagt: "Die Wachenden haben eine gemeinsame Welt, die Schlafenden aber wenden sich jeder seiner eigenen Welt zu." Diese eigene innere Welt aber ruft, so meint er, all die Ängste hervor, denen Menschen immer wieder begegnen. Denn weil wir im Schlaf jede Kontrolle verlieren, sind wir schutzlos und verletzlich wie niemals sonst, während wir schlafen. Daher geben wir uns im Schlaf dem Unbekannten in und um uns hin, schlagen vielleicht eine Brücke zum Jenseits, vielleicht gar zu Gott oder, wie Aristoteles meinte, zum Sitz der Seele.

Wir können es angesichts all der Ungewissheiten und philosophischen Betrachtungen, die das Thema Schlaf mit sich bringt, auch einfach dabei belassen, zu genießen. Dösen, schlummern, träumen, die Welt eine Weile vergessen, innehalten und den Lärm verstummen lassen, weg sein. Denn danach, das wissen wir, sind wir wieder da, stärker als zuvor.

eve Mattress - Jeder großartige Tag beginnt in der Nacht zuvor 

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